SIBERIAN BASTET - Madrid
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WIE ALLES BEGANN

 

Wie kann jemand, der sich für halbwegs normal hält, auf die extravagante Idee kommen, über tausende von Kilometern Katzen nach Spanien zu bringen, wo doch hier auf jeder Mauer welche in der Sonne dösen? Tiervernarrt waren wir schon immer, wir haben ein geräumiges Haus mit Hof, 2 Hunde und einige zugelaufene Katzen gehörten zur Familie. Diese Geschichte über Sibirische Katzen in Madrid beginnt mit einem verlassenen Kätzchen, das wir von der Strasse auflasen:

Im Frühling des Jahres 2001, waren Daniel, damals 6 Jahre alt, und ich auf dem Heimweg. Plötzlich trafen wir auf eine kleine Menschenansammlung. Wir sahen ein etwa 6 Wochen altes rot-weisses Kätzchen, das sich in Panik mit den Vorderpfoten auf dem Boden und mit dem Bauch an einem Baumstamm abstützte, sozusagen einen Katzen-Handstand machte. Es fauchte wie ein Tiger und niemand wagte es, sich ihm zu nähern.

Mein Sohn und ich schauten uns nur kurz an. Einer der Umstehenden konnte eine Plastiktüte entbehren, und während mein Assistent die Aufmerksamkeit des verängstigten Zwerges auf sich zog, näherte ich mich von hinten und, schwupp, landete er in der Tüte. Zum Glück war da erst mal Ruhe. Zu Hause liessen wir ihn in einem leeren Zimmer frei. Da machte er nun den Handstand bauchwärts an die Wand und fauchte, als ginge es um sein Leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach gelungener Rettungsaktion, brauchten wir Kitten-Futter. Wir fuhren in ein grosses, schönes Tiergeschäft in unserer Nähe.

Als wir schon auf dem Weg zur Kasse waren, blieb mein Blick an einem Käfig hängen: Ich sah zwei Kätzchen, die lebhaft miteinander spielten, der eine mit Streifen, der andere mit Ringen, etwas wuscheliger, als man in unseren Breiten üblicherweise sieht, mit schönen breiten Köpfen, hübschen Ohren und sehr buschigen Schwänzen.....

Warum konnte ich meinen Blick nicht von ihnen abwenden? Was genau hatten sie denn besonderes? Sie waren das Schönste, was ich bis dahin gesehen hatte. Ich schaute auf das Schild am Käfig: “Sibirier-Mischlinge”.

Plötzlich setzte sich etwas in meiner Erinnerung oder in meinem Unterbewusstsein in Bewegung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Lausbuben sind "echt":

FELIPE und FIGARO SIBERIAN BASTET / Madrid

 

Ich war in Deutschland aufgewachsen. Hatte ich als eingefleischte Leseratte, die ich immer schon war, vor vielen Jahren etwas über die sibirische Katze gelesen? Hatte unser Bio-Lehrer, der aus der Tschechei stammte, in der Sexta diese schöne, grosse Katze mal erwähnt? Kannte ich jemanden, der mal in Wirklichkeit ein Exemplar gesehen hatte? Das war sehr unwahrscheinlich. Ich konnte meine Erinnerungen in diesem Augenblick nicht ordnen und doch wusste ich sofort, als ich diese beiden Kleinen sah, dass ich vor der Katze stand, die ich immer schon gesucht hatte. Merkwürdigerweise haben weder Maine Coon noch Norweger in mir diesen Magnetismus ausgelöst, obwohl wir in Spanien sehr schöne Vertreter dieser Rassen haben. Es war absolut unmöglich, den hübscheren der beiden auszumachen, wir nahmen beide mit, und holten zusätzlich natürlich 2 Säcke Kitten-Futter.

Chavito, der rot-weisse Strassenkater liess sich impfen, entwurmen, nahm in Rekordzeit zwei Kilo zu und verschwand eines Tages. Die anderen beiden jedoch begannen schon bald, die typischen Merkmale ihrer Rasse zu entwickeln. Mit 10 Monaten wogen sie 4 Kilo, sie waren gross und sehr muskulös, hatten riesige, kompakte Pfoten mit reichlich langen Haarbüscheln zwischen den Zehen, langes, griffiges Fell, einen sehr langen und sehr buschigen Schwanz. Jeden Tag wurden sie hübscher. Pancho war ein ruhiger verschmuster Koloss und Canavaro ein echter Clown und unermüdlicher Quatschkopf. Eines Tages sprang Canavaro über die Hofmauer und kam nicht mehr nach Hause.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ARMONIA FANTASIA DE SIBERIA (für uns Raissa) hier mit ENOLA SIBERIAN BASTET, März 2005

Wir waren untröstlich. Wir hatten ja noch Tiere, aber die Leere, die Canavaro hinterliess, war erdrückend. Wir brauchten unbedingt wieder einen Sibirier, aber dieses Mal einen echten.

Wir machten uns auf die Suche. Wir mussten warten und einen stattlichen Kaufpreis zurücklegen, aber das war uns die Sache wert. Schliesslich wollten wir einen echten Sibirier. Eines Tages im November 2002 war es dann endlich soweit, Daniel und ich bestiegen das Flugzeug nach Barcelona: Dort wartete “Armonia Fantasia de Siberia” auf uns. Der einzige spanische Züchter hatte sich vor ein paar Jahren ein Pärchen vom Moskauer Zwinger “VESHNIY SON” mitgebracht. Mehr gab es in Spanien nicht.

Sie war 8 Monate alt und etwas eigenwillig, aber Pancho und sie wurden sofort dicke Freunde. Wir brachten beide auf unsere erste Ausstellung. Pancho wurde disqualifiziert, wir mussten ihn kastrieren. Armonia jedoch überzeugte den Richter voll und ganz, sie wurde sogar nominiert.

 

 

So vergingen die Monate, wir dachten oft an Canavaro aber wir waren auch sehr froh, dass Raissa bei uns war. Wäre dieses Teufelchen nicht abgehauen, wir wären nie auf die Idee gekommen, uns einen reinrassigen Sibirier zuzulegen.

Eines Tages rief der Züchter aus Barcelona mich an. Er hatte eine Katze für mich: NADIEZHDA VESHNIY SON, in Moskau geboren, Tochter eines World Champion. Seine anderen Katzen machten ihr das Leben sauer, sie war schon zwei Jahre alt, aber etwas mager, klein und sehr deprimiert.

ARMONIA FANTASIA DE SIBERIA

Champion

Farbe: Torbie black classic

Geburtsdatum: 15. März 2002

Züchter: Francisco Collado / Barcelona

Vater: ZHIZNELUV CHULO, schwarz tabby classic

Madre: FANTASIA VESCHNIY SON, creme tabby classic

 

 

 

 

Ich traute meinen Ohren nicht. Nadia war die blaue Schönheit, in die ich mich auf den ersten Blick verliebt hatte, sowohl in der Fachzeitschrift, wo sie als "Topmodel" posiert hatte, und erst recht, als ich sie in Barcelona gesehen hatte. Nicht im Traum hätte ich mir erhofft, sie eines Tages zu besitzen.

Wir hatten viel Erfahrung mit schreckhaften und misstrauischen Katzen, nichts auf der Welt würde uns daran hindern, das Vertrauen dieses wunderbaren und kostbaren Tieres zu gewinnen. So kam Nadia im Juni des Jahres 2003 zu uns.

 

 

 

 

 

 

 

NADEZHDA VESHNIY SON (Int. Champion)

Farbe: Blue torbie classic

Geburtsdatum: 22. Juni 2001

Züchter: Komolova Nadezhda Nikolaievna, Moskau

Vater: TORERO VELZEVUL PROVAS (W. Champion)

black silver tabby mackerel

Mutter: SIMONA URKIS VESHNIJ SON (W. Champion),

blue torbie classic

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihr fehlte ein Punkt zum Int. Champion, also brachten wir sie im September auf eine Ausstellung nach Portugal. Zugeben, sie war wirklich nicht in der besten Verfassung.

 

 

 

Die Umstellung machte ihr immer noch zu schaffen. Die Sommerhitze, aber vor allem der Stress hatten ihr prächtiges Fell stark mitgenommen. Sie war auch noch sehr mager und dementsprechend leicht.

Und dennoch erkannte die tschechische Richterin sofort ihre Qualitäten: Sie war begeistert von ihrem Kopf und von ihrem Gesichtsausdruck. Wir sollten sie ordentlich päppeln, so einen hübsches Mädchengesicht hätte sie ausserhalb von Russland selten gesehen. Und ich glaube sie hatte recht. Nadia hat eine eiserne Gesundheit unter Beweis gestellt, sie hat ein anhängliches, liebes Wesen und wir haben drei ihrer Töchter, Carioca, Calina und Clarissa, zur Zucht behalten.

So kamen zwei hübsche Sibirier-Mädchen in unsere Familie, nun brauchten wir noch einen hübschen, strammen Kater.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

TORERO VELZEVUL PROVAS / World Champion / Moskau

 

 

 

 

 

 

 

SIMONA URKIS VESHNIJ SON / World Champion / Moskau

 

 

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