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MAGADAN TERRANCA /Deutschland

SEINE REISE NACH WESTEN

 

 

 

 

 

 

 

Sie blieb jedoch noch ein dreiviertel Jahrhundert in ihrer eisigen Heimat, jenseits der Berge des Urals, und hielt auf den Bauernhöfen die Mäuse von den Speisekammern und Kornvorräten fern, oder leistete den Mönchen Gesellschaft in ihren abgelegenen Klöstern, dem Küchenchef in inniger und lebenslanger Freundschaft verbunden.

Sicher trugen die langen und bitter kalten Winter dazu bei, dass diese Katze sich dem Menschen enger anschloss, als es in wärmeren Breiten üblich ist.

Die aussergewöhnliche Beziehung, die der Sibirier zu seinen Menschen aufbaut, gehört zu seinen wesentlichen Merkmalen.

 

 

 

 

 

 

Die sibirische Hauskatze hielt sich teilweise unter schwierigen Bedingungen. In der ehemaligen Sowjetunion war das Halten von Haustieren verboten war, zumal die Nahrungs-mittel oft nicht einmal für die Menschen in ausreichender Menge verfügbar waren.

Bis vor etwa 20 Jahren wäre aus seiner näheren Umgebung niemand jemals auf den Gedanken gekommen, dass dieser Bauernhofs- und Klostergenosse eines Tages einen eigenen Rasse- und Abstammungsnachweis erhalten und sich aufmachen würde, den Rest der Welt zu erobern.

Während der Jahre des Kalten Krieges unterhielten die kommunistischen Länder Osteuropas sehr gute wirtschaftliche und politische Beziehungen zur Sowjetunion.

 

 

Vor dem Fall der Berliner Mauer im November 1989, trifft man die sibirische Katze in Westeuropa nicht an. Sie wurde einmal in London, Ende des 19. Jahrhunderts auf einer Ausstellung vorgestellt, fand dort aber keine weitere Beachtung, die Perser waren gerade die grosse Mode. Im Dresdner Zoo soll zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Pärchen aus Tobolsk zu sehen gewesen sein. Schliesslich wird die sibirische Katze noch in der Ausgabe von 1925 von Brehm's Tierleben erwähnt.

 

 

 

 

 

 

 

JASPA CLASSIC TOUCH / Bobenheim

 

 

 

 

 

COSIMO VON DER SANNOSCHKA / Leipzig

 

 

 

Eine russische Auswanderin reiste 1987 in Begleitung zweier sibirischer Katzen von St. Petersburg nach Köln, dies waren wahrscheinlich die ersten Tiere in Westeuropa.

Es konnte nicht ausbleiben, dass die russischen Katzen bei Liebhabern grosses Aufsehen erregten. Als sich die Besitzerin der beiden aus persönlichen Gründen nicht mehr um die kümmern konnte, kamen sie in die Obhut eines deutschen Züchters.

 

 

 

 

 

 

Die Russen waren zu Beginn überrascht, dass eine einfache Katze so einen Aufruhr bei den ausländischen Besuchern verursachen konnte. Sie begriffen jedoch sehr schnell, dass sie hier offenbar über etwas Besonderes verfügten, und das dies ein einträgliches Geschäft werden könnte. Staatliche Zwangsmassnahmen gab es nicht mehr, und die plötzliche Nachfrage war gross.

In Moskau und St. Petersburg wurden Katzenvereine gegründet, man veranstaltete allgemeine Katzenausstellungen und man begann damit, aus allen Teilen Sibiriens und Russlands gute Exemplare auszusuchen, um die Grundlagen für eine systematische Zucht im Ursprungsland zu schaffen. Sehr bald schon wurden die ersten Jungtiere ausländischen Katzenliebhabern angeboten.

 

 

 

 

 

Das Schicksal der Sibirischen Katze änderte sich schlagartig mit dem Fall der Berliner Mauer im November 1989.

Seit Beginn der 90er Jahre konnte man unbehindert die ehemaligen kommunistischen Länder Osteuropas bereisen. Die ersten Westeuropäer, die sich tiefer nach Russland und Sibirien wagten, berichteten sehr bald von den beeindruckenden Katzen, die sie am Eingang selbst der bescheidensten Behausungen vorfanden.

Einige dieser Pioniere brachten ein oder mehrere Kätzchen aus Russland mit, oft unter Umgehung bürokratischer Barrieren, und ihnen ist es zu verdanken, dass die Rasse schnell in Westeuropa bekannt wurde.

1990 gelangten auch die ersten Exemplare aus St. Petersburg in die U.S.A. Danach ging es schnell. Bereits 1992 wurde der Standard erstellt und die Rasse von der World Cat Federation anerkannt.

 

CHEP VOM SCHNAUDERTAL / Leipzig

 

 

 

 

 

 

 

 

Es handelt sich um eine Rasse, die sich in Jahrhunderte langer natürlicher Auslese und unter härtesten Bedingungen geformt hat. Der Ursprung muss zwangsläufig Russland sein, selbst wenn die Tiere inzwischen auch in anderen Ländern unter strengen Kriterien gezüchtet werden. Es ist nicht gestattet, den Sibirier mit anderen Rassen zu kreuzen.

Der Sibirier ist wenig bekannt und kaum verbreitet. Es gibt sehr wenige gute und reine Exemplare. Ein russischer Experte schätzt, dass es in Russland ungefähr 1500 bis 2000 gute Tiere gibt, was nicht sehr viel ist, wenn man an die gewaltige Ausdehnung des Landes denkt.

Jedenfalls haben Katzenliebhaber ihren unschätzbaren Wert erkannt und inzwischen wird er unter anderem in Russland, Deutschland, in der Tschechei, Italien, U.S.A, Finnland, Schweden und auch in Spanien gezüchtet.

 

SANDOKHAN VON DER GROHNAU (Eur. Champion)

Grohnau / Hamburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ANTOSCHKA NENAGLYADNAYA KRASOTA

Schwarzwaldtiger / Freiburg / Breisgau

 

 

 

 

 

 

 

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Über den sibirischen “Colour Point”, den spektakulären NEVA MASQUERADE, scheiden sich die Geister. Die Fife stuft ihn als Waldkatze ein, wo die Points nicht zugelassen werden. Sie gehen sogar so weit, jedes Tier aus dem Zuchtprogramm aus- zuschliessen, das in seiner Ahnentafel einen Neva Masquerade aufweist.

Die World Cat Federation dagegen erkennt den NEVA MASQUERADE an, zumal man davon ausgeht, dass der Point-Faktor im ursprünglichen Gen-Pool der Sibirier vorhanden ist.

Eine weitere Schwierigkeit, über die man sich klar sein muss, ist die geringe Zahl von Tieren und Linien, über die wir als Züchter verfügen. Oft muss man tausende von kilometern zurücklegen, um an ein gutes Tier zu kommen. Ein Haus muss gut gebaut werden, bevor der Anstrich kommt, sagt ein russischer Züchter.

 

So konnte es vorkommen, dass ostdeutsche Techniker von ihrem Einsatz an der sibirischen Erdölpipeline in Begleitung einer grossen, schönen Katze in ihre Heimat zurückkehrten, mit der sie Freundschaft geschlossen hatten, und die sie nicht dort zurücklassen wollten. Es ist auch anzunehmen, dass einige Soldaten der russischen Besatzungsmacht vereinzelt Tiere nach Ostdeutschland, Tschechoslowakei oder Ungarn mitbrachten.

Zu Beginn der 80er-Jahre dürften auf diese Weise einige Tiere nach Osteuropa gekommen sein, jedoch ohne konkrete Absichten, eine Zucht oder Auslese zu beginnen. Dazu waren kaum Tiere da, und Schönheitswettbewerbe und Rasseausstellungen für Katzen waren in den kommunistischen Ländern unbekannt. Immerhin waren schon einige Sibirier in Europa, aber noch hinter dem undurchlässigen Eisernen Vorhang.